An dieser Stelle können Sie alle alten Ansichtskarten mit Motiven aus Bad Langensalza und Umgebung finden. Die Stadt liegt in Thüringen, zählt etwa 17.986 Einwohner und gliedert sich in 13 Ortsteile: Die Kernstadt und Ufhoven, Aschara, Eckardtsleben, Großwerlsbach, Grumbach, Henningsleben, Illeben, Merxleben, Nägelstedt, Thamsbrück, Waldstedt, Wiegleben und Zimmern. Bad Langensalza liegt an der Salza, die unweit der Stadt in die Unstrut mündet. Die Umgebung wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Nachbarstädte von Bad Langensalza sind Mühlhausen, 20 Kilometer nordwestlich, Eisenach, 30 Kilometer südwestlich, Gotha, 20 Kilometer südlich, Erfurt, 30 Kilometer südöstlich, Sömmerda, 35 Kilometer östlich und Sondershausen, 35 Kilometer nordöstlich.
Bad Langensalza ist eine vergleichsweise alte Stadt. Eine Stadt namens Salza wurde erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt. Das Kloster Hersfeld besaß damals Land auf dem Stadtebiet. Im Jahr 1070 stiftete Ludwig der Springer aus dem Geschlecht der Ludowinger die Liebfrauenkirche in Salza. Drei Jahre später wurde im Reichshof Homburg an der Unstrut eine Fürstenversammlung abgehalten. Im Rahmen des Sachsenkriegs Heinrichs IV. fand am 9. Juni 1075 die Schlacht bei Homburg und Nägelstedt an der Unstrut statt. Das königliche Heer siegte über das vereinte aufständische sächsisch-thüringische Heer. Der Halberstädter Bischof Burchard II., einer der Anführer der Aufständischen, wurde in der Homburg festgesetzt.
1136 wurde die Stiftung des Benediktinerklosters Homburg erneuert. Kaiser Lothar III. bestimmte die Umwandlung des Nonnenklosters in ein Mönchskloster. Im staufisch-welfischen Thronstreit kam es 1212 zur Belagerung der Dryburg in Salza durch Kaiser Otto IV. Nach kurzem Widerstand gaben die Belagerten auf. Noch im selben Jahr soll der Kaiser dem Dorf das Stadtrecht verliehen haben. Wegen eines Besitzstreites zwischen dem Landgrafen von Thüringen, Friedrich II., und dem Mainzer Erzbischof Heinrich von Virneburg (Thüringer Grafenkrieg) wurde die Stadt 1346 belagert und zerstört. 1356 schlossen sich Jacobstadt, Neustadt und Altstadt zusammen und bildeten einen gemeinsamen Rat. Es wurde eine Stadtmauer mit sieben Toren und mehr als dreißig Wachtürmen errichtet.
Ein verheerender Stadtbrand legte 1711 Teile der Altstadt in Schutt und Asche. Die nun im prachtvollen Barockstil an ihrer Stelle entstehenden Bürgerhäuser prägen noch heute das Bild der Stadt. 1751 wurde das Friederikenschlösschen für die Herzoginwitwe Friederike von Sachsen-Weißenfels (1715–1775) errichtet. 1811 wurden Schwefelquellen entdeckt. Schon im Folgejahr eröffnete das erste Schwefelbad im Badewäldchen. Mit der Erschließung der Heilquellen in der Gegend wurden auch viele Parks angelegt, beispielsweise der Rosengarten und der japanische Garten. Bad Langensalza verfügt über eine Altstadt mit reichhaltiger historischer Bausubstanz, die sich auf zahlreichen Postkarten verewigen konnten. Außerdem gehören die Kuranlagen, Gärten und Parks zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Dominierendes Bauwerk in der Altstadt ist die Marktkirche. Ihr 81 Meter hoher Turm ist eine weithin sichtbare Landmarke. Die zweite große Pfarrkirche der Altstadt ist die Bergkirche, eine spätgotische, dreischiffige Basilika, die der historischen Jacobsvorstadt als Pfarrkirche dient. Im Westen der Altstadt befinden sich zwei ehemalige Klöster. Im Augustinereremitenkloster ist heute das Stadtmuseum untergebracht. Vom Barfüßerkloster sind nur noch einige Gebäude erhalten. Die beiden prägendsten Profanbauten der Altstadt sind das Rathaus und das Schloss Dryburg. Umgeben wird die Altstadt von der in großen Teilen erhaltenen Stadtmauer. Sie wurde 1365 nach einer Stadterweiterung angelegt und umfasste ursprünglich 24 Wehrtürme und sieben Tore. Davon sind neun Türme erhalten, darunter auch das Klagetor. Die Wallanlagen wurden teilweise zu Promenaden, Parks und Gärten umgestaltet.

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