Calbe an der Saale ist eine relativ kleine Stadt im Salzlandkreis, sie zählt gerade einmal 9748 Einwohner (Stand 2011). Nichtsdestrotz ist sie ein beliebtes Motiv für zahlreiche Ansichtskarten.
Calbe (Saale) ist umgeben von einer Reihe geschützter Biotope, von Wiesen und Hainen, von den schilf- und dickichtumrandeten Gribehner Teichen und Weihern. Zur Stadt gehören die Ortsteile Schwarz, Trabnitz, Gottesgnaden, Tippelskirchen und Damaschkeplan.
Die Stadt Calbe (Saale) wurde laut einer Urkunde des Kaisers Otto I. vom 13. September 936 unter dem Namen Calvo erstmals erwähnt.Mit großer Sicherheit geht man heute aber davon aus, dass Calbe viel älter ist als diese urkundliche Erwähnung. Es gab sicherlich eine Ansiedlung, die Vorläuferin der heutigen Stadt Calbe, schon zu Beginn des 9. Jahrhunderts, wenn nicht gar schon im 8. Jahrhundert. Als Kristallisationspunkt der Marktsiedlung gilt der ottonische, vielleicht sogar schon karolingische Königshof (curtis regia) bzw. die Burganlage.
Aufgrund seiner guten Verkehrslage im östlichen Teil des damaligen Deutschlands als Ausgangspunkt für den Handel mit den kolonisierten slawischen Gebieten bekam Calbe das Marktrecht um 1160 verliehen. Von 968 bis 1680 gehörte Calbe zum Erzbistum Magdeburg. In Calbe hatten die Magdeburger Erzbischöfe ihren Sommer- und Zweitsitz.
1634 wurde in Calbe die Hospital-Schwester Ursula Wurm als Hexe verbrannt. Seit der Zeit der Hexenverfolgungen wird der Wach- und Gefängnisturm hinter dem Rathaus der Hexenturm genannt. 1680 wurde Calbe als sogenannte Immediatstadt direkt dem brandenburg-preußischen Herzogtum Magdeburg unterstellt und lag bis 1807 im Holzkreis. In der Folge erlebte die Stadt als Tuch-Manufaktur-, später als Tuch-Industrie-Zentrum eine zweite wirtschaftliche, politische und kulturelle Blütezeit. Das Ende des Aufschwunges kam mit dem Ersten Weltkrieg.
In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs brannte bei Kampfhandlungen das Schloss Calbe aus, die Ruinen wurden 1951 beseitigt.
Eine dritte, nur wenige Jahre anhaltende wirtschaftliche und soziale Blüte brachte die Zeit Calbes als DDR-Industriestadt.
Die Rolandstatue, der Hexenturm und die Gedenkwand am Eingang des Städtischen Friedhofes sind nur einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten Calbes.

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