Porto Postkarten

Porto für Postkarten
- Von 1897 bis 1918 erlebte die Postkarte ihre Blüte. Damals wurden über 950 Millionen Porto Postkarten im Jahr versendet. Ein Grund dafür war das billigere Porto im Vergleich zum Brief. Bis zum Jahr 1905 durfte man die Postkarte übrigens nur auf der Vorderseite beschreiben. Die Rückseite war für das Porto reserviert. 1916 wurde das Porto für die Postkarte erstmals geändert.
- Es betrug nun 7,5 Pfennig. Das 8 Pfennig Porto wurde übrigens meistens mit einer 5 Pfennig und einer 3 Pfennig Briefmarke bezahlt. Doch die Preise stiegen schnell. 1920 betrug das Porto bereits 30 Pfennig, 1922 35 bis 85 Pfennig (Postkarten mit Rosettendruck). Erst 1925 wurden auf den Postkarten auch Bilder abgebildet.
- Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Währungsreform kosteten Postkarten dann wieder 10 Pfennig, ab 1963 15 Pfennig, ab 1982 60 Pfennig und ab 1997 100 Pfennig.
Zur Geschichte der Porto Postkarte: - 1869 wird die Postkarte in Österreich erstmals gedruckt. Sie wird unter dem Namen Correspondenzkarte ausgegeben. Generalpostdirektor
Heinrich Stephan führt die Porto Postkarte 1870 in Deutschland ein. Gleichzeitig setzt er auch erstmals ein landesweit einheitliches
Porto durch. Als Porto für eine Postkarte musste man damals 5 Pfennige zahlen. Postkarten mit bezahlter Rückantwort kosteten 10 Pfennig.
Diese Antwortpostkarten wurden von 1891 bis 1992 verwendet. Seit 1873 war das Porto dann in die Postkarten eingedruckt. Diese so genannten
Ganzsachen sind in der Philatelie und in der Philokartie besonders begehrt.
- Während des Ersten Weltkrieges von 1914 bis 1918 waren die Porto Postkarten an die Soldaten an der Front vom Porto befreit. Die Feldpost
an Marine, Heer oder Luftwaffe kostete den Postkartenschreiber also nichts. Was sich der heutige Postkartenschreiber kaum mehr vorstellen
kann: Zu dieser Zeit wurde die Post in den Städten bis zu drei Mal täglich zugestellt, in Großstäden sogar noch häufiger.

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